Donnerstag, 20 März 2025 15:07

Streikaufruf bei DRK Zwickau - Verdi fordert bessere Arbeitsbedingungen

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Streikaufruf bei DRK Zwickau Streikaufruf bei DRK Zwickau pixabay/Foto illustrativ

Die Gewerkschaft Verdi hat am Donnerstag die gewerkschaftlich organisierten Beschäftigten des DRK-Kreisverbands Zwickau zu einem Streik aufgerufen. Damit will Verdi den Forderungen nach besseren Löhnen, Sonderzahlungen sowie einer 38-Stunden-Woche statt der bisherigen 40 Stunden Nachdruck verleihen. Zudem fordert die Gewerkschaft Zulagen für Wechsel- und Nachtschichten. Die Verhandlungen laufen bereits seit Oktober 2024, blieben bisher jedoch ergebnislos.

Inhaltsverzeichnis:

Streikmaßnahmen in Kitas und Rettungsdienst

Der Streik betrifft unter anderem die DRK-Kitas "Sonnenschein" und "Eschenweg" sowie den Rettungsdienst in der Max-Pechstein-Straße. Trotz der Arbeitsniederlegung werden Notdienste sichergestellt, um die Patientenversorgung nicht zu gefährden. Niklas Wuchenauer von Verdi betonte, dass Beschäftigte in stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen nicht zum Streik aufgerufen wurden.

Der aktuelle Tarifvertrag von Verdi umfasst rund 12.000 Beschäftigte beim DRK Sachsen. Besonders betroffen sind Mitarbeiter in Kitas, Pflegeeinrichtungen und Rettungsdiensten. Die Gewerkschaft fordert eine deutliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen, um den Berufsalltag für die Beschäftigten attraktiver zu gestalten.

Protest beim DRK-Blutspendedienst Nord-Ost

Neben dem Streik in Zwickau gab es am Donnerstag auch Protestaktionen beim DRK-Blutspendedienst Nord-Ost. Die Mitarbeiter hielten von 11 bis 13 Uhr eine „aktive Mittagspause“ vor dem Plauener Institut in der Röntgenstraße ab. Hintergrund ist die Kündigung des Tarifvertrags durch Verdi und die Beendigung der bisherigen Ergebnisbeteiligung durch die Arbeitgeberseite.

Nach Angaben der Gewerkschaft verdienen die Mitarbeitenden in Sachsen, Berlin-Brandenburg und im Norden durchschnittlich 10 bis 15 Prozent weniger als ihre Kollegen in den alten Bundesländern. Dort gilt der Tarifvertrag der Länder (TdL), während in Sachsen und anderen Regionen schlechtere Bedingungen herrschen. Verdi fordert eine Gehaltserhöhung von 15 Prozent oder mindestens 500 Euro mehr pro Monat, um die Ungleichheit auszugleichen.

Gescheiterte Tarifrunde und nächste Schritte

Die dritte Tarifrunde mit den Arbeitgebern ist ohne Ergebnis geblieben. Verdi will daher den Druck auf die Arbeitgeberseite weiter erhöhen. Ziel ist es, eine deutliche Verbesserung der Entlohnung und Arbeitszeiten zu erreichen, insbesondere für Beschäftigte in sozialen und medizinischen Bereichen.

Ob die nächsten Verhandlungen einen Durchbruch bringen, bleibt ungewiss. Verdi kündigte an, weitere Streikmaßnahmen nicht auszuschließen, falls die Arbeitgeber nicht auf die Forderungen eingehen.

Quelle: MDR, www.sn2world.com/de