Die meisten Unfälle im Alltag passieren nicht draußen, sondern in den eigenen vier Wänden. Ein Karton im Flur, ein loses Kabel hinter dem Sofa, alte Geräte im Keller, eine mit Mehrfachsteckdosen überlastete Steckdose. Ordnung ist also nicht nur eine Frage des Aussehens, sondern auch der Sicherheit.

Stolperfallen und Sturzrisiken: Laufwege sind Sicherheitszonen

Wenn Menschen stürzen, dann meist dort, wo der Blick nicht nach unten gerichtet ist: Im Flur, auf Treppen, zwischen Wohnzimmer und Küche. Stolperfallen sind normalerweise hochstehende Teppichkanten, rutschige Läufer, herumliegende Schuhe, kleine Hocker im Weg, unverhoffte Kabel, die quer über Laufwege führen. Auch ungleichmäßige Übergänge, zwischen Laminat und Teppich etwa, werden schnell zur Falle.

Praktisch hilft ein einfacher Grundsatz: Hauptlaufwege sind Sicherheitszonen. Hier gehören keine Kisten hin, keine Deko am Boden, keine „nur kurz abgestellt“ Gegenstände. Auf Treppen sollten Stufenränder immer gut sichtbar sein und Handläufe praktisch zur Verfügung stehen. In Kellern und Dachböden ist gute Beleuchtung wichtig, denn viele tragen dort etwas in der Hand, und der Boden ist häufig nicht vollständig eben.

Besonders für ältere Menschen oder nach Verletzungen ist es besser vorzusorgen und Sitzgelegenheiten zum Anziehen der Schuhe oder rutschhemmende Unterlagen zu besorgen.

Und wenn sich über Jahre sehr sehr viele Dinge bei Ihnen angesammelt haben, wenn Wege und Flächen kaum mehr nutzbar sind, dann kann eine preiswerte und fachgerechte Entrümpelung Wunder wirken, wenn Sie wieder für sich Räume schaffen wollen, ohne alles alleine schaffen zu müssen.

Brandschutz im Kleinen: Papier, Geräte, Akkus, Steckdosen

Die Brandgefahr entsteht meist dort, wo Material auf Wärme trifft. Papierstapel neben Heizkörpern, alte Lampen, der Wackelkontakt am Verlängerungskabel oder an der Mehrfachsteckdose, an der viel zu viele Geräte hängen. Lose lagernde Lithium Akkus, die defekte Powerbank und das billige Ladegerät, all das erhöht das Risiko, wenn vergessen wird, dass für die ohnehin wenig beaufsichtigten Geräte auch der Ladevorgang ein Risiko ist. Eine gute Angewohnheit ist es, Steckdosenleisten nicht zu überlasten und auch die Geräte, die man nicht nutzt, wirklich auszuschalten. Mehrfachsteckdosen hinter Vorhängen oder anderen Textilien sind ebenfalls ein No-Go. Das klingt banal, aber im Alltag ist es schnell vergessen, wie die Ecken als Abstellfläche genutzt werden.
Im Abstellraum, im Keller, in der Garage sollte auch der Karton nicht direkt an die Wärmequelle gelagert werden und die Fluchtwege müssen immer frei bleiben. Wenn es im Ernstfall schnell gehen muss, darf nichts den Weg versperren.

Lagerung und Entsorgung: Das gehört nicht in den Hausmüll

Wo und wie die Dinge gelagert werden, hat ebenfalls Einfluss auf die Sicherheit. Farben, Lacke, Reiniger oder Lösungsmittel gehören nicht in Kinderreichweite und auch nicht zu den Lebensmitteln. Medikamente trocken gelagert und nicht unmittelbar an der Wärmequelle. Abgelaufene Medikamente gehen nicht einfach in den Restmüll, wo es doch bei den Apotheken eine geregelte Rückgabevorrichtung gibt. Kleine Elektrogeräte, Batterien und Leuchtmittel sind ein typischer Problemblock. Wer sie in Kisten einsammelt, vergisst sie über Jahre hinweg. Dabei sind die nicht nur ein Problem der Unordnung, sondern auch ein Risiko, weil Batterien auslaufen oder Akkus kaputt sind. Besser ist eine feste Sammelbox für Batterien und eine zweite für Elektrokleinteile, die dann regelmäßig zur Entsorgung kommt, anstatt sie endlos zu horten.

Sperrmüll: Eine Sammlung macht weniger Stress. Möbel und größere Geräte so lagern, dass die Wege nicht versperrt sind und dass nichts kippen kann. Besonders wichtig in engen Kellergängen und Treppenhäusern.

Mikrozement auf der Arbeitsplatte ist kein Trend – er ist die überlegene Alternative zu Schichtstoff, Kunststein und Betonoptik, vorausgesetzt Planung, Textur, Details und Finish greifen perfekt ineinander.