Inhaltsverzeichnis:
- Explosion auf Barkasse und mehrere Vermisste
- Koordination zwischen Einsatzstellen getestet
- Konzept aus der Seeschifffahrt überarbeitet
- Ziel - Schnellere Reaktion bei Notfällen
Explosion auf Barkasse und mehrere Vermisste
Simuliert wurde eine Verpuffung auf einer Barkasse, bei der mehrere Personen über Bord gingen. Bei einer Wassertemperatur von vier Grad wurde der Notfall mithilfe von Übungspuppen durchgespielt. Das Szenario war laut dem stellvertretenden Leiter der Feuerwehr Hamburg, Jan Peters, bewusst realitätsnah gestaltet. Die Rettungsteams mussten schnell handeln, denn bei solch kalten Temperaturen zählt jede Minute.
Mehr als 15 Fahrzeuge kamen zum Einsatz, darunter das Löschboot „Branddirektor Westphal“, das Küstenstreifenboot „WS3 Bürgermeister Weichmann“, der Polizeihubschrauber „Libelle“ sowie spezialisierte Drohneneinheiten.
Koordination zwischen Einsatzstellen getestet
Im Mittelpunkt stand die Kommunikation zwischen den Einsatzkräften, die unter realen Bedingungen auf dem Wasser getestet wurde. Die Zusammenarbeit lief laut ersten Einschätzungen reibungslos. Besonders die Abstimmung zwischen kleineren Booten der DLRG, der Feuerwehr und der Wasserschutzpolizei wurde gezielt geübt. Dabei kam es auf klare Funkverbindungen, schnelles Handeln und genaue Koordination an.
Laut HPA war dies ein wichtiger Schritt, um den Ablauf bei realen Einsätzen weiter zu verbessern. Auch die Navigation der unterschiedlichen Einsatzmittel auf engem Raum wurde erprobt. Die Daten der Übung werden aktuell ausgewertet und fließen in die weitere Optimierung des Konzepts ein.
Konzept aus der Seeschifffahrt überarbeitet
Das aktuelle Schulungsprogramm basiert auf einem internationalen Modell aus der Seeschifffahrt. Für Hamburg wurde es speziell auf die Bedingungen der Elbe angepasst. Bereits 2023 wurde beschlossen, die regelmäßige Ausbildung der Rettungseinheiten durch praktische Übungen zu ergänzen. Die erste Testphase erfolgte im letzten Jahr – allerdings nur am Simulator.
Jetzt konnte das Programm erstmals auf dem Wasser getestet werden. Es zeigte sich, dass die Vorbereitungen Wirkung zeigen. Die Zusammenarbeit klappte, die Abläufe griffen ineinander, und auch die neuen technischen Mittel bewährten sich.
Ziel - Schnellere Reaktion bei Notfällen
Die Rettungszeit in den entscheidenden ersten Minuten soll durch diese Übungen deutlich verkürzt werden. Die Erkenntnisse aus „OSCRiver Live EX25“ fließen direkt in die weitere Ausbildung der beteiligten Organisationen ein.
Durch regelmäßige, realistische Szenarien will Hamburg langfristig die Sicherheit auf dem Wasser erhöhen. Dabei sind moderne Ausrüstung, gut geschulte Teams und koordinierte Abläufe entscheidend.
Quelle: Tagesschau, www.milekcorp.com/de/