Montag, 07 November 2022 14:43

Die nach Maß gefertigten Köderfische

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Köderfischmontage Köderfischmontage pixabay

Soll der gewitzte Fang gelingen, sollten auch die entsprechenden Erfahrungen, Fähigkeiten, Geräte und Technologien zum Einsatz kommen.

 

Soll der gefangene Fisch gewissen Kriterien entsprechen, sollten sich auch die passenden Erfahrungen, Fähigkeiten, Geräte und Technologien einfinden. Im Notfall steht einem ja immer noch die Möglichkeit zu Verfügung, in die Bibliothek zu gehen und ein diesbezügliches Buch auszuleihen – oder einfach jemanden zu fragen, der sich mit größter Wahrscheinlichkeit mit dieser Materie auskennt.

Sauberes Wasser ist nichts für Dreckspatzen?

Wer sich gerne an stehenden (Seen, Weihern, Teichen, Tümpeln und Pfützen) oder fließenden Gewässern (Strömen, Flüssen, Kanälen und Bächen) aufhält, weiß ein Lied von der schönen Natur dort zu singen. Der Köderfisch dagegen singt möglicherweise nicht mehr. Auf jeden Fall regeln einschlägige Gesetze in der Schweiz sowie in Deutschland, daß lebende Köderfische nicht verwendet werden dürfen. Alles hat seine Grenzen, hat sich der Gesetzgeber sicher gedacht. Man sollte nicht alles unternehmen, was technisch und finanziell machbar erscheint. Und überhaupt: Wo bleibt hier das moralische Rüchgrat? Man will den EINEN Fisch fangen und benützt einen ANDEREN dazu. Der eine wird von der bloßen Anwesenheit des anderen angelockt, in die Falle gelockt. Man darf also in Deutschland und in der Schweiz sehr wohl mithilfe von toten Köderfischen sein Glück beim Angeln versuchen. Lebendige sind tabu. Sauberes Wasser assoziiert man gemeinhin mit sauberer Luft, sauberem Boden, Idylle, Ruhe, Beschaulichkeit, was sich infolgedessen notgedrungen auch auf Qualität und Quantität des Fischbestandes im jeweils betrachteten stehenden Gewässer niederschlägt.

Werden Sauberwasserzonen gerade für Dreckspatzen konzipiert?

Man muß nicht lange nachgrübeln, um zum sympathischen und anlegerfreundlichen Schluß zu gelangen, daß es sich am Freundlichsten in sauberem Wasser angelt. Der Fachmann weiß: samstags angelt es sich anders als montags, Köderfischmontage haben einen anderen Reiz als außergewöhnliche Köderfischfeiertage. Auf der Hand scheint zu liegen, daß man Hechten mit anderen Köderfischen (Rotaugen, Makrelen, Heringen, Sardinen) nachstellt als Zandern (Stint, Sprotte, Güster), Barschen oder Welsen. Nicht nur Fische werden als Köder eingesetzt, es können auch Versuche mit Delfinfleisch oder Tintenfischen beobachtet werden. Eine gewisse Problematik hierbei stellen die vielen unschuldigerweise zum Handkuß gekommenen sonstigen Tiere dar. Die industriell betriebene Langleinenfischerei mit Köderfischen verursacht Tod, Verletzung und Verstümmelung von vielen Tieren im Rahmen des sogenannten „Beifangs”. Hat man sich erst einmal in das Thema eingelesen, hat man erst einmal all seine dafür in Frage komenden Kumpel angesprochen, hat man erst einmal eine genügend große Anzahl an Workshops, Vorträgen und Kursen besucht, kann doch eigentlich gar nicht mehr so viel schiefgehen. Naja, vielleicht doch. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, daß man irgendwann auch wirklich damit BEGINNT, Probieren geht über Studieren, ohne Fleiß kein Preis, ohne Praxis keine guten Ergebnisse. Aber vielleicht geht es einem ja auch gar nicht in erster Linie darum, irgendwelche Fische zu fangen. Vielleicht will man sich einfach nur erholen und dabei angenehme Ansichten genießen.

Der richtige Köder bringt Erleichterung

Angeblich gibt es ja viele Leute, die nicht so recht die nötige Geduld für ein Unterfangen aufbieten können. Wie beliebt ist noch das Sprichwort „Eile mit Weile”? Mit dem richtigen Köder geht's eben schneller, hat man es schneller hinter sich gebracht. Abgesehen vom moralischen Beifang natürlich.