Wann Schnittschutz wirklich erforderlich ist
Schnittverletzungen ereignen sich erstaunlich häufig bei Routinearbeiten. Ein Beispiel ist ein Monteur, der Kabelbinder mit einem Cuttermesser durchtrennt. Auch ein Lagermitarbeiter kann beim Stapeln an einer scharfen Metallkante entlangstreifen. Im Garten- und Landschaftsbau können Messer oder Gartenscheren abrutschen, wenn die Handschuhe nass sind. Das Risiko steigt insbesondere bei Arbeiten:
- mit Messern, Winkelschleifern oder scharfen Werkzeugen
- mit Glas, Metallplatten oder rauen Baumaterialien
- im Garten- und Landschaftsbau oder in der Forstwirtschaft, wo Äste und Werkzeuge unerwartet ausschlagen können
- in Werkstätten, in denen mehrere Personen und Maschinen gleichzeitig aktiv sind
Schnittschutzkleidung reduziert die Wirkung einer Schneidbewegung und kann das Risiko tiefer Wunden verringern. Sie ist kein Freibrief für leichtsinniges Arbeiten, bietet aber eine zusätzliche Schutzschicht, die Unfälle, Betriebsunterbrechungen und Arbeitsausfälle verhindern hilft.
Worauf du bei der Auswahl von Schnittschutzkleidung achten solltest
Eine gute Auswahl beginnt mit einer kurzen Gefährdungsbeurteilung: Besteht die Gefahr vor allem an den Beinen, Armen oder am Oberkörper? Anschließend helfen diese Punkte dabei, die passende Schutzkleidung auszuwählen:
- Schutzstufe und Einsatzbereich: Schnittschutz ist in verschiedenen Schutzstufen erhältlich. Wähle die Kleidung immer passend zu deinen Tätigkeiten und zur Gefährdungsbeurteilung am Arbeitsplatz.
- Passform und Bewegungsfreiheit: Zu weite Kleidung kann hängen bleiben, während zu enge Kleidung die Bewegungsfreiheit einschränkt. Achte außerdem auf Stretchzonen und Belüftung, wenn du dich häufig bückst oder kniest.
- Wetter und Umgebung: Bei Arbeiten im Freien können wasserabweisende Schichten erforderlich sein. In Innenräumen ist häufig ein atmungsaktives Material wichtiger. Bei warmem Wetter ist leichte Arbeitskleidung meist angenehmer.
- Praktische Details: Achte auf verstärkte Kniepartien, besonders strapazierfähige Bereiche, sinnvoll platzierte Taschen und gute Sichtbarkeit, wenn du an Straßen oder in der Nähe von Fahrzeugen arbeitest.
Möchtest du gezielt nach Kleidungsart, Größe und Einsatzbereich vergleichen? Auf der Seite für Schnittschutzkleidung kannst du das Angebot übersichtlich ansehen und filtern. So findest du schneller eine Hose, Jacke oder einen Overall, die beziehungsweise der zu deinen Tätigkeiten und Einsatzzeiten passt.
Sinnvoll kombinieren und richtig pflegen
Schnittschutzkleidung funktioniert am besten als Teil einer vollständigen persönlichen Schutzausrüstung. Dazu gehören beispielsweise Arbeitshandschuhe mit gutem Griff, eine Schutzbrille, Gehörschutz und Sicherheitsschuhe. Kontrolliere bei Arbeiten an Maschinen außerdem, dass keine losen Kordeln, offenen Jackenteile oder zu langen Ärmel vorhanden sind, die hängen bleiben könnten. Arbeitest du an einer Straße oder auf einem Gelände mit Fahrzeugverkehr, solltest du Schnittschutz möglichst mit gut sichtbarer Kleidung kombinieren.
Die richtige Pflege ist mindestens ebenso wichtig. Beachte die Wasch- und Trocknungshinweise, da eine falsche Reinigung die schützenden Fasern beeinträchtigen kann. Kontrolliere die Kleidung regelmäßig auf Risse, Verschleiß und beschädigte Nähte. Entdeckst du eine Beschädigung an einer Stelle, an der der Schutz besonders wichtig ist, solltest du das Kleidungsstück rechtzeitig ersetzen. Legt im Team fest, wer die Kontrollen übernimmt und wann die Kleidung ausgetauscht wird. So bleibt beschädigte Schutzkleidung nicht zu lange im Einsatz.
Möchtest du auch die übrigen Bestandteile deiner Arbeitsgarderobe auf den neuesten Stand bringen? Dann entdecke die Arbeitskleidung bei Proforto und stelle eine Ausstattung zusammen, die zu deiner Branche und deinen Tätigkeiten passt.