Donnerstag, 28 August 2025 17:41

Tausende Anfragen nach Vermissten beim Roten Kreuz

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Suche nach Vermissten bleibt weltweit hoch Suche nach Vermissten bleibt weltweit hoch Pixabay/Foto illustrativ

Im vergangenen Jahr sind beim Deutschen Roten Kreuz zahlreiche Nachfragen nach vermissten Angehörigen eingegangen. Allein 2023 registrierte die Organisation knapp 2.400 internationale Suchanträge. In den ersten sechs Monaten 2024 wurden bereits fast 1.000 weitere Anfragen gemeldet. Die Hilfsorganisation veröffentlichte die Daten in Berlin anlässlich des Internationalen Tages der Vermissten.

Inhaltsverzeichnis:

Herkunftsländer Afghanistan, Ukraine, Syrien, Irak und Somalia

Die meisten Suchanfragen betrafen Menschen aus fünf Staaten. Dazu gehören:

  • Afghanistan
  • Ukraine
  • Syrien
  • Irak
  • Somalia

Diese Länder stellen den größten Anteil der Hilfesuchenden. Viele Familien nutzen den internationalen Suchdienst, um nach Kriegs- und Krisenzeiten wieder Kontakt aufzunehmen.

Nachforschungen zu Zweitem Weltkrieg

Der Suchdienst ist nicht nur für aktuelle Konflikte zuständig. Mehr Anträge als bei internationalen Fällen betrafen Vermisste des Zweiten Weltkriegs. Im Jahr 2023 gingen dazu über 7.100 Anfragen ein. Bereits in der ersten Jahreshälfte 2024 meldeten fast 4.200 Menschen Nachfragen nach Kriegsvermissten.

Erfolgsquote von 43 Prozent

Laut Deutschem Roten Kreuz konnte der Suchdienst in rund 43 Prozent der Fälle schicksalsklärende Informationen bereitstellen. Damit erhalten viele Angehörige Klarheit über den Verbleib ihrer Familienmitglieder. Präsidentin Gerda Hasselfeldt betonte, dass auch acht Jahrzehnte nach Kriegsende großes Interesse an Aufklärung bestehe.

Unterstützung durch das Bundesinnenministerium

Das Bundesinnenministerium fördert den Suchdienst seit mehr als 70 Jahren. Die Arbeit basiert auf einem internationalen Netzwerk von 191 Nationalen Gesellschaften der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. Zudem werden Daten des Zentralen Suchdienstes des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz genutzt. Dadurch gelingt es weltweit, etwa alle 30 Minuten das Schicksal einer vermissten Person zu klären.

Die Zahlen verdeutlichen, dass die Nachfrage nach Klärung von Vermisstenfällen ungebrochen hoch bleibt. Das Deutsche Rote Kreuz sieht seine Aufgabe weiterhin in der Unterstützung von Familien, die nach Antworten suchen.

Quelle:Evamgelische Zeitung