Dienstag, 13 Januar 2026 10:24

Streik an DRK Kliniken

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Streik des Pflegepersonals an den DRK Kliniken Berlin. Streik des Pflegepersonals an den DRK Kliniken Berlin. Foto: Pexels–Pixabay / Lizenz: Pexels–Pixabay

Der Klinikalltag an mehreren Standorten in der deutschen Hauptstadt ist seit dem Morgen deutlich eingeschränkt. Beschäftigte aus Pflege, Technik und Therapie haben ihre Arbeit niedergelegt. Parallel dazu rückt eine juristische Entscheidung in den Fokus, die für den weiteren Verlauf des Arbeitskampfs entscheidend ist. Solche Arbeitsniederlegungen stehen im Zusammenhang mit aktuellen Warnstreiks im Gesundheitswesen.

Inhaltsverzeichnis:

Streik an DRK Kliniken Berlin

Teile des Pflegepersonals sowie weitere Beschäftigte an vier Berliner Kliniken der DRK Kliniken Berlin sind am Dienstagmorgen in den Streik getreten. Der Ausstand betrifft Einrichtungen in Berlin und wurde von der Gewerkschaft Verdi für Dienstag und Mittwoch ausgerufen. Vom Streik ausgenommen sind ausschließlich Ärztinnen und Ärzte.

Insgesamt richtet sich der Aufruf an rund 2500 Beschäftigte, darunter Pflegerinnen, Pfleger, Therapeutinnen, Therapeuten sowie Handwerker. Wie viele von ihnen sich konkret beteiligen, war am Morgen noch offen. Eine Sprecherin von Verdi erklärte, belastbare Zahlen lägen derzeit nicht vor.

Forderungen von Verdi 2026 und 2027

Verdi verlangt Gehaltserhöhungen von jeweils fünf Prozent für die Jahre 2026 und 2027. Die Forderungen sind Teil der laufenden Tarifverhandlungen mit den Kliniken des Deutschen Roten Kreuzes. Diese Gespräche laufen bereits seit Juli 2025.

Ende Dezember 2025 endete die sogenannte Friedenspflicht. Seitdem sind Arbeitskampfmaßnahmen rechtlich möglich. Bereits zuvor gab es Diskussionen über Gehaltserhöhungen für Pflegekräfte bei DRK Berlin.

Arbeitsgericht und Notdienstregelung

Die Kliniken des Deutschen Roten Kreuzes reagierten auf den Streik mit einem juristischen Schritt. Sie reichten beim Arbeitsgericht eine einstweilige Verfügung ein, über die noch am selben Tag verhandelt werden soll.

Nach Ansicht des Unternehmens gefährdet die von Verdi vorgeschlagene Notdienstvereinbarung die Patientensicherheit. Kritisiert wird, dass sie sich im Wesentlichen auf die Behandlung lebensbedrohlicher Notfälle beschränke. Verdi widerspricht. Die Gewerkschaft verweist darauf, dass mit derselben Regelung bereits vor zwei Jahren gestreikt worden sei, ohne dass es zu Problemen gekommen sei.

Auswirkungen auf Patientenversorgung

Alle planbaren und ambulanten Behandlungen sollen nach Vorstellung von Verdi ausfallen oder verschoben werden. Dringende Notfälle würden weiterhin versorgt. Diese Priorisierung soll sicherstellen, dass akute medizinische Hilfe gewährleistet bleibt.

Die DRK Kliniken Berlin betreiben vier Krankenhäuser, ein Hospiz sowie eine stationäre Pflegeeinrichtung. Vergleichbare Entwicklungen waren auch bei Warnstreiks in Leipzig zu beobachten, bei denen der Regelbetrieb ebenfalls eingeschränkt war.

Prüfen Sie die Standorte der DRK Krankenhäuser in Berlin auf Google Maps:

Karte: Google Maps

Quelle:  Berliner Morgenpost, Milekcorp

FAQ

Warum wird an den DRK Kliniken Berlin gestreikt?

Der Streik wurde von der Gewerkschaft Verdi ausgerufen, nachdem die Friedenspflicht Ende Dezember 2025 ausgelaufen ist und es in den laufenden Tarifverhandlungen keine Einigung gab.

Welche Beschäftigten sind vom Streik an den DRK Kliniken Berlin betroffen?

Der Streik richtet sich an rund 2500 Beschäftigte aus Pflege, Therapie, Technik und Handwerk, ausgenommen sind ausschließlich Ärztinnen und Ärzte.

Welche Forderungen stellt Verdi in den Tarifverhandlungen?

Verdi fordert Gehaltserhöhungen von jeweils fünf Prozent für die Jahre 2026 und 2027.

Wie reagieren die DRK Kliniken auf den Arbeitskampf?

Die DRK Kliniken haben beim Arbeitsgericht eine einstweilige Verfügung gegen den Streik eingereicht, über die noch am selben Tag verhandelt werden soll.

Wie wirkt sich der Streik auf die Patientenversorgung aus?

Planbare und ambulante Behandlungen sollen ausfallen oder verschoben werden, während dringende und lebensbedrohliche Notfälle weiterhin versorgt werden.