Dienstag, 09 September 2025 16:10

DRK schließt Einrichtungen in Niedersachsen

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Schließung von DRK-Einrichtungen in Niedersachsen Schließung von DRK-Einrichtungen in Niedersachsen Foto: Pixabay

Das Deutsche Rote Kreuz im Raum Braunschweig und Salzgitter steht vor großen Veränderungen. Der Kreisverband Braunschweig-Salzgitter muss eine Sozialstation in Braunschweig-Weststadt und eine Tagespflege in Salzgitter-Gebhardshagen schließen. Beide Einrichtungen gelten als wirtschaftlich nicht tragfähig. Dennoch verfolgt der Verband das Ziel, alle weiteren Standorte zu sichern.

Inhaltsverzeichnis:

Schließung in Braunschweig-Weststadt

Die Sozialstation in der Weststadt von Braunschweig wird aufgegeben. Die Leitung des Kreisverbands erklärte, dass die Kosten hier seit Jahren zu hoch waren. Die Nachfrage reichte nicht aus, um den Betrieb dauerhaft zu sichern. Für die betroffenen Mitarbeitenden bedeutet das den Verlust des Arbeitsplatzes, während Patientinnen und Patienten neue Versorgungsmöglichkeiten suchen müssen.

Tagespflege in Salzgitter-Gebhardshagen

Auch die Tagespflege in Salzgitter-Gebhardshagen wird geschlossen. Laut Kreisverband war die Einrichtung dauerhaft defizitär. Die Fixkosten stiegen, während die Auslastung schwankte. Damit setzte sich ein Trend fort, den der Verband seit längerem beobachten musste.

Wichtige Fakten

  • Zwei Einrichtungen werden geschlossen
  • Betroffen sind Braunschweig-Weststadt und Salzgitter-Gebhardshagen
  • Gründe: hohe Kosten und geringe Wirtschaftlichkeit
  • Ziel: Erhalt der übrigen Standorte

Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung

Seit Mitte Juni läuft ein Verfahren zur Sanierung. Anfang September wurde das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Diese Form erlaubt es dem Verband, die Umstrukturierung selbstständig zu leiten, jedoch unter Aufsicht eines Sachwalters. Für die Tochterunternehmen des Kreisverbands gilt die gleiche Regelung.

Arbeit am Sanierungskonzept

Der Kreisverband arbeitet intensiv an einem tragfähigen Konzept. Der Schwerpunkt liegt darauf, die restlichen Einrichtungen zu stabilisieren und langfristig zu erhalten. Dabei sollen Kosten gesenkt und Strukturen verschlankt werden. Die Schließung der beiden Standorte gilt als Teil dieser Strategie.

Trotz der schwierigen Lage möchte das Deutsche Rote Kreuz in der Region ein verlässlicher Partner in der sozialen Versorgung bleiben. Die nächsten Monate werden entscheidend für den Erfolg der Sanierung sein.

Quelle: NDR, www.extratimeout.com/de