Inhaltsverzeichnis:
- Nur Güstrow, Bützow und vier weitere Städte bleiben
- Markt für Alttextilien zusammengebrochen
- Müll und Verschmutzung als zunehmendes Problem
- Nur direkte Spenden noch möglich
Nur Güstrow, Bützow und vier weitere Städte bleiben
Ausgenommen von der Maßnahme sind lediglich sechs Kleiderkammer-Standorte, an denen weiterhin Container genutzt und Spenden direkt angenommen werden können. Diese befinden sich in:
- Güstrow
- Bützow
- Krakow am See
- Teterow
- Gnoien
- Laage
Gut erhaltene Kleidung kann dort wie bisher abgegeben werden. Die Stücke werden direkt an hilfsbedürftige Menschen in der Region weitergegeben. Der DRK-Kreisverband betont, dass hier nur tragbare Kleidung erwünscht ist.
Markt für Alttextilien zusammengebrochen
Der Rückgang des Textilrecyclings trifft viele Organisationen. Auch andere Akteure haben sich laut DRK aus dem Markt zurückgezogen. Die Suche nach einem neuen Verwertungspartner blieb bislang erfolglos. Der bisherige Partner hatte kürzlich den Vertrag aufgekündigt. Ohne zuverlässige Abnahme ist die Weiterverarbeitung nicht mehr wirtschaftlich.
Laut Verband wurde in den vergangenen Jahren ein Großteil nicht mehr tragbarer Kleidung an Wiederverwertungsunternehmen verkauft. Die Einnahmen daraus sicherten die logistische Abwicklung. Wegfallende Einnahmen und fehlende Partner machen die Weiterführung jedoch unmöglich.
Müll und Verschmutzung als zunehmendes Problem
Ein weiteres Problem sind unsachgemäß befüllte Container. Immer häufiger würden verunreinigte oder unbrauchbare Stücke sowie Hausmüll in die Sammelstellen geworfen. Die Folge: Der gesamte Inhalt müsse entsorgt werden. Das verursache nicht nur Kosten, sondern belaste auch das ehrenamtliche Personal bei der Sortierung.
Freiwillige berichteten von erheblichem Mehraufwand. Oft sei der Inhalt der Container so stark verschmutzt, dass keine Sortierung mehr möglich sei. Diese Entwicklung beschleunigte die Entscheidung zum Abbau der Container.
Nur direkte Spenden noch möglich
Der DRK-Kreisverband ruft nun dazu auf, Spenden nur noch direkt an den sechs genannten Standorten abzugeben. Ziel sei es, weiterhin Menschen in Not mit tragfähiger Kleidung zu versorgen. Wer helfen möchte, sollte auf die Sauberkeit und Qualität der abgegebenen Kleidung achten.
Die Container an den anderen 40 Standorten werden in den kommenden Wochen entfernt. Ein genauer Zeitplan wurde nicht veröffentlicht. Die Maßnahme betrifft den gesamten Altlandkreis Güstrow.
Quelle: NDR, webrivaig.com/de