Inhaltsverzeichnis:
- Entscheidung von Sven Theilemann
- Umzug nach Seehausen
- Neue Plätze in Osterburg für Menschen mit Behinderung
- Geringere Förderung durch das Land
Entscheidung von Sven Theilemann
Der Vorstandsvorsitzende des DRK Östliche Altmark, Sven Theilemann, nennt steigende Kosten und fehlendes Fachpersonal als Hauptgründe. Beide Pflegeheime in Osterburg und Seehausen seien derzeit nicht ausgelastet. Damit sei der Betrieb unwirtschaftlich. Um eine Schließung zu vermeiden, müsse man Kapazitäten zusammenlegen.
Die Lösung sieht so aus:
- 15 Bewohner ziehen nach Seehausen
- 65 Senioren bleiben in Osterburg
- Betreuer wechseln gemeinsam mit den Bewohnern
So soll eine optimale Auslastung erreicht werden. Laut Theilemann sei es notwendig gewesen, schnell zu handeln, damit die Kosten nicht weiter steigen.
Umzug nach Seehausen
Die 15 Senioren ziehen in das rund zehn Autominuten entfernte Heim in Seehausen. Auch ihr vertrautes Pflegepersonal begleitet sie. Die Fachberaterin Julia Kühne betont, dass gerade Menschen mit Demenz von dieser Kontinuität profitieren. Sie werden weiterhin von denselben Pflegekräften betreut.
Bei der Auswahl der Umziehenden achtet das DRK darauf, dass auch Angehörige und Mitarbeiter kurze Wege haben. Gespräche mit den Bewohnern, Mitarbeitern und bald auch mit den Familien sollen den Übergang erleichtern.
Neue Plätze in Osterburg für Menschen mit Behinderung
Im freigewordenen Gebäudeteil in Osterburg werden künftig Menschen mit Behinderung wohnen. Hintergrund ist die Schließung eines Wohnheims der Stiftung Uhlebüll in Vinzelberg zum Jahresende. Dort müssen 36 Personen neu untergebracht werden.
Das DRK kann in Osterburg 15 von ihnen aufnehmen. Fachberaterin Maggy Maß erklärt, dass die Einrichtung bereits über eine große Küche und über verschiedene Therapiemöglichkeiten verfügt. Damit eröffne sich ein neuer Standort, der den Menschen in der Region zugutekommt.
Die Nachfrage nach solchen Plätzen ist hoch. In der Altmark gibt es nur wenige Einrichtungen dieser Art. Für den Norden Sachsen-Anhalts hat das Angebot daher große Bedeutung.
Geringere Förderung durch das Land
Trotz der Erweiterung bringt die Umstrukturierung dem DRK keine zusätzlichen Einnahmen. Das Landessozialministerium hat die Fördergelder für die Eingliederungshilfe reduziert. Damit stehen weniger Mittel für Personal und stationäre Versorgung zur Verfügung.
Diese Entwicklung zwingt Träger wie das DRK, bei Personal und Betreuung zu sparen. Vor allem im ländlichen Raum sind viele Senioren und Menschen mit Behinderungen auf Unterstützung des Sozialamtes angewiesen. Die Lage bleibt für beide Gruppen angespannt.
Quelle: MDR